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Das Meisterstück: Wie meine Blumenwiese aus Glas das Laufen lernte

  • Autorenbild: CreaKauz
    CreaKauz
  • 7. Nov. 2024
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 5 Tagen


Die Vision: Ein Hingucker für den Garten


Für meine Abschlussarbeit an der Mosaikbauschule Dortmund war mir eines klar: Ich wollte kein reines Übungsstück schaffen, sondern einen echten „Hingucker“. Einen Tisch, der lebt. Die Motivsuche war eine Reise für sich. Flusslauf? Abstrakte Muster? Nein. Es sollte etwas sein, das zu unserem Zuhause, zum Strandkorb und zu meinen Gartenstelen passt.

Die Entscheidung fiel auf eine wilde Blumenwiese. Kornblumen, Margeriten und Mohn – meine absoluten Favoriten.



Technik-Check: Wenn der Ofen glüht


Da ich als Glas-Liebhaber Perfektion wollte, habe ich jedes Detail geplant:


1. Design: Die Blumen-Silhouetten habe ich digital angepasst und mit dem Plotter ausgeschnitten.


2. Präzision: Die Folien dienten als Vorlage, um die Glasstücke exakt mit der Glassäge auszuschneiden.


3. Details: Ein Versuch mit Glaspuder und Kröseln scheiterte – die Oberfläche war nach dem Brand zu uneben für eine Tischplatte. Also entschied ich mich für Siebdruck und Glasmalerei direkt aus der Tube, um den Blüten Leben einzuhauchen. Nach dem Brand im Ofen waren sie perfekt: ebenmäßig und brillant.



Der Bau: Teamwork & Trasszement


Ein Tisch von dieser Dimension ist kein Soloprojekt. Ein riesiges Dankeschön geht an Peter für die tatkräftige Hilfe beim Bau des Rahmens!


Die Methode: Ich habe mich für den indirekten Plattenguss entschieden (wie das funktioniert, könnt ihr in meinem Beitrag zu Modul 2 nachlesen).


Die Armierung: Da die Platte nur 3 cm dick werden sollte, habe ich eine Glasfaserarmierung und Stäbe gewählt, um maximale Stabilität zu garantieren.


Das Material: Nach Testreihen mit drei verschiedenen Mischungen hat mich nur der Trasszement überzeugt. Dann hieß es: Ärmel hochkrempeln und 25 kg Zement anrühren!













Das Fundament: Porensteine und Schneckenpost

Ein Tisch braucht Beine, die ihn tragen. Wir haben uns für gemauerte Tischbeine aus Porensteinen entschieden. Da unsere Terrasse leicht abschüssig ist, mussten wir zuerst einen kleinen Sockel gießen, um alles ins Lot zu bringen.

Aber ein „CreaKauz“-Projekt wäre nicht komplett ohne die kleinen, liebevollen Details: An den Beinen wächst die Blumenwiese einfach weiter. Und genau wie in der Natur liegen dort Steine und – man glaubt es kaum – kleine Mosaik-Schnecken kriechen an den Beinen hoch.






Vor dem nächsten Unwetter gut verpackt.












Fazit: Mehr als nur ein Möbelstück


Diese Abschlussarbeit war die Summe von allem, was ich in Dortmund gelernt habe. Sie verbindet meine Liebe zum Glas mit der Robustheit von Zement und Stein. Wenn ich jetzt im Garten am Tisch sitze, sehe ich nicht nur ein Mosaik – ich sehe die vielen Stunden Arbeit, das Tüfteln im Labor-Stil und die Freude am Handwerk.




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