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Skulptur im Fokus: Wenn das Mosaik laufen lernt (3D)

  • Autorenbild: CreaKauz
    CreaKauz
  • 17. Okt. 2024
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 7. März

Die dritte Dimension erobern


In den ersten elf Modulen haben wir uns meist auf der Fläche bewegt. Doch im zwölften Modul der Mosaikbauschule hieß es: Ab in den Raum! Das Thema war plastisches Mosaik – die Gestaltung einer eigenen Skulptur. Wer denkt, Mosaik sei nur etwas für flache Wände oder Böden, der hat noch nie einen Styroporblock in der Hand gehabt.






Vom Block zur Form: Eine staubige Angelegenheit


Mein Rohling bestand aus zwei zusammengeklebten Styroporblöcken. Was dann folgte, war eine Mischung aus Bildhauerei und „Schneesturm“ in der Werkstatt:


1. Grobschnitt: Mit der Säge habe ich die überschüssigen Kanten entfernt. Eine Heißdrahtsäge wäre luxuriös gewesen, aber wir „Käuze“ nutzen eben das, was da ist!


2. Feinarbeit: Mit Drahtbürsten wurde dem Styropor die endgültige Form verpasst. Die kleinen weißen Kügelchen flogen nur so durch die Luft und blieben überall an uns haften – eine statische Herausforderung!


3. Der Schlitz: Robert Kaller half mir netterweise dabei, das zentrale Loch und den seitlichen Schlitz für mein Glaselement zu sägen.




NonaD: Das Wunderzeug für draußen


Um aus dem leichten Styropor ein massives Kunstwerk zu machen, wird es „zugekleistert“. Wir haben dafür NonaD benutzt. Das ist ein fantastisches Material: Es ist absolut witterungsbeständig und fungiert gleichzeitig als Kleber für die Steine und als Fugenmörtel. Perfekt für Skulpturen, die später im Garten Wind und Wetter trotzen sollen.



Wenn Glas unter Spannung steht


Ein entscheidender Teil meines Entwurfs war eine Glasscheibe, die ich in die Skulptur einschieben wollte. Doch hier kam die Lektion des Tages: Der Schlitz war minimal schräg gesägt. Als ich die Scheibe hineinschob, entstand Spannung – und knack – sie zerbrach.


Mein Learning: „Aus Fehlern wird man klug.“ Beim nächsten Mal achte ich entweder auf einen absolut präzisen Schnitt oder ich baue die Skulptur direkt um das Glas herum auf. Den Spalt habe ich am Ende mit NonaD sicher verschlossen.



Das Spiel mit den Kontrasten


Farblich habe ich mein Mosaik exakt auf die Glasscheibe abgestimmt, aber beim Design wollte ich einen bewussten Bruch erzeugen. Das Glas hat nämlich zwei Gesichter:


Seite 1 (geschwungene Glaslinien): Hier habe ich mich für ein streng geradliniges Mosaik aus Vierecken entschieden.


Seite 2 (geradliniges Glas): Hier tanzt das Mosaik in geschwungenen Kreisen um die Kanten.


Dieser Gegensatz gibt der Skulptur eine unglaubliche Dynamik. Je nachdem, von welcher Seite man sie betrachtet, wirkt sie völlig anders – mal ruhig und geordnet, mal verspielt und fließend.


Die Werkstatt ruft: To-be-continued...


Ich muss gestehen: Während des Moduls in Dortmund ist die Skulptur leider nicht ganz fertig geworden. Solche plastischen Arbeiten brauchen Zeit, Geduld und manchmal eben genau das richtige Material, das erst noch geliefert werden muss.

In meiner Werkstatt wartet sie nun geduldig auf den letzten Schliff. Und sie ist nicht allein: Ein Beton-Herz und eine Betonkugel schlummern dort ebenfalls noch und warten auf ihr Mosaik-Kleid. Sobald die Skulptur in ihrer vollen Pracht erstrahlt, werde ich die Fotos natürlich hier auf dem Blog mit euch teilen!


Mein Fazit zur 3D-Welt

Skulpturen zu entwerfen und zu bauen, ist für mich ein riesiges neues Spielfeld. Es ist Architektur im Kleinen. Es fordert einen heraus, in alle Richtungen zu denken – und genau das macht den „CreaKauz“ so richtig glücklich.


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