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Plan vs. Bauchgefühl: Warum auch ein „Kauz“ mal eine Skizze braucht

  • Autorenbild: CreaKauz
    CreaKauz
  • 27. Mai 2024
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 3 Tagen

Der Sprung ins kalte Wasser?


Normalerweise bin ich der Typ „einfach mal loslegen“. Ich liebe es, direkt in der Werkstatt durchzustarten und zu sehen, wohin mich das Material führt. Doch im siebten Modul der Mosaikbauschule hieß es: Vom Entwurf zum modernen Mosaik. Das Ziel war ein Werk im Format 30 x 30 cm, gelegt in der direkten Methode. Die Herausforderung war dabei weniger das Kleben, sondern die Vorarbeit.



Die Lektion: Wenn der Entwurf „Nein“ sagt


Ich hatte mir ein wunderschönes, von mir selbst gemaltes Zentangle ausgesucht und vergrößert. Doch bei der Besprechung kam die Ernüchterung: In der vorgegebenen Größe wäre das Motiv so nicht umsetzbar gewesen – zu viele winzige Details für die Steine.


Das war eine wichtige Lehre: Ein guter Entwurf ist kein Gefängnis, sondern ein Realitätscheck. Ich habe das Motiv also abgewandelt und vereinfacht, ohne den Charakter zu verlieren.



Materialmix aus der eigenen Werkstatt

Mir war wichtig, Materialien zu nutzen, die ich liebe und die ich auch in Zukunft für eigene Projekte immer griffbereit habe:


Smalten: Für die leuchtende Farbkraft.


Glas: Für die Transparenz und das Licht.


Kieselsteine: Für die Bodenständigkeit und Haptik.



Technik: Ohne Fuge, aber mit Struktur


Als Basis diente eine Siebdruckplatte. Damit der Fliesenkleber darauf bombig hält, wurde sie mit Quarzsandgrund vorbehandelt.


Bei der Farbwahl des Klebers habe ich mich für klassisches Grau entschieden. Der Clou bei diesem Projekt: Wir haben die Steine direkt in das dicke Kleberbett gedrückt und auf das spätere Verfugen verzichtet. Das gibt dem Mosaik eine viel lebendigere, reliefartige Oberfläche.


Kauz-Tipp für den perfekten Abschluss: Damit das Bild auch von der Seite gut aussieht, habe ich die Kanten am Ende mit passend eingefärbtem Fliesenkleber „verputzt“. So wirkt das ganze Werk wie aus einem Guss.





Was ich für meine Werkstatt mitnehme


Auch wenn ich immer noch gerne aus dem Bauch heraus arbeite, hat mir dieses Modul gezeigt, wie wertvoll die Planungsphase ist. Es spart Frust und Material.


Wenn ich heute an meinem Laser sitze, profitiere ich genau von dieser Lektion: Erst der digitale Entwurf, dann der präzise Schnitt. Die Kombination aus der Planung am PC und dem freien Legen der Steine ist für mich heute die perfekte Balance.





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