Antike Kunst & moderne Geduld: Mein Kampf mit Hammer und Hardie
- CreaKauz

- 1. Apr. 2024
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 3 Tagen
Wenn Marmor „weich“ wird
Klassisches Mosaik – das klingt nach alten Villen, römischen Böden und jahrtausendealter Geschichte. Mein erster Gedanke war: „Marmor? Das ist doch steinhart, wie soll ich das jemals bändigen?“ Doch die Überraschung im dritten Modul der Mosaikbauschule war groß: Marmor ist erstaunlich geduldig. Und die Farbenvielfalt? Von sanftem Creme bis zu tiefen Erdtönen ist alles dabei. Aber das Material war diesmal gar nicht die größte Hürde – es war das Werkzeug.

Das Duell: Ich gegen den Hammer
In den ersten Modulen haben wir mit Mosaikzangen gearbeitet. Jetzt wurde es archaisch: Hammer und Hardie (ein in einen Holzblock eingelassener Dorn). Die Technik ist simpel: Man schlägt die Marmorstangen auf dem Dorn in die passende Größe.
Klingt einfach, oder? Ist es aber nicht.
Ehrlich gesagt: Das war (und ist) meine bisher größte Herausforderung. Ich habe mir zwar mittlerweile einen eigenen Hammer und Dorn gekauft, aber wir beide sind noch keine besten Freunde geworden. Die Steine und die Smalten (besonderes Glas) präzise zu schlagen, ist eine echte Kunst. Momentan ist es oft noch mehr Frust als Flow, aber wie sagt man so schön? Übung macht den Meister. Ich bleibe dran!

Smalten: Wenn Glas zum „Kuchen“ wird
Ein Highlight für mich als Glas-Liebhaber war die Arbeit mit Smalten. Das ist handgegossenes Glas, das wie ein runder „Glaskuchen“ aussieht. Man kann diese Kuchen in Stücken kaufen und sie dann für das Projekt passend schlagen.
Für mein Projekt – ein Herz – habe ich einen Farbverlauf aus Smalten gelegt. Der Kontrast zwischen dem leuchtenden Glas und dem matten Naturstein im Hintergrund ist genau mein Ding. Es gibt dem Mosaik eine Tiefe, die man mit Fliesen allein nie erreichen würde.
Was ich gelernt habe (Learning by Doing)
Bei unserem Übungsstück haben wir Fliesenkleber genutzt. Mein Workflow war: Kleber auf den Stein, dann ab auf die Platte.
Mein Fazit für das nächste Mal: Ich würde es umdrehen. Erst den Mörtel auf die Grundplatte auftragen und die Steine dann direkt ins Bett setzen. Das fühlt sich organischer an und man kann die Steine besser „einschwemmen“.
Der Blick in die Zukunft
Obwohl mich der Hammer manchmal Nerven kostet, fasziniert mich diese klassische Technik ungemein. Es hat etwas Meditatives, fast schon Ehrfürchtiges, so zu arbeiten wie die alten Meister.












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