Die Eule im Glas: Wenn Pixel zu Mosaiksteinen werden
- CreaKauz

- 29. Apr. 2024
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 3 Tagen
Ein Kauz für einen Kauz
Im fünften Modul der Mosaikbauschule Dortmund wurde es digital und tierisch zugleich. Das Thema: Flachglasmosaik. Dabei geht es darum, ein Foto in ein Mosaik aus farbigen Gläsern zu verwandeln. Als ich die Vorlagen sah, gab es für mich keine Sekunde des Zögerns: Bei meinem Nachnamen konnte es natürlich nur die Eule sein!
Die Vorbereitung: Kunst trifft Bildbearbeitung
Bevor der erste Glassplitter fließt, geht es an den Rechner. Ein Foto wird nicht einfach eins zu eins übernommen. Mit einem Bildbearbeitungsprogramm werden die Farbflächen vereinfacht und verstärkt. Manchmal entstehen dabei krasse, künstlerische Farbveränderungen, die dem späteren Mosaik erst seine Dynamik verleihen. (Ein Prinzip, das ich schon früher bei einem Porträt unseres Hundes bei Maritha Schauerte ausprobiert habe).
Der Workflow: Durchblick garantiert
Ein riesiger Vorteil beim Flachglasmosaik: Man arbeitet auf einer Trägerglasplatte. Die Vorlage liegt einfach darunter. Kein Vorzeichnen, kein Raten – man sieht genau, wo die Reise hingeht.
• Das Werkzeug: Glasschneider, Brech- und Kröselzange.
• Die Besonderheit: Hier wird nicht geschliffen! Die Kanten bleiben so, wie sie die Zange formt, was dem Bild eine lebendige, raue Struktur gibt.
• Das Kleben: Die Stücke werden mit speziellem Mosaikkleber direkt auf die Glasplatte gesetzt.
Das Geheimnis liegt in der Fuge
Bei meiner Eule habe ich mich entschieden, den Hintergrund nicht mit Glas auszulegen. Damit der Fugenmörtel dort trotzdem hält, habe ich die freien Stellen mit Quarzsandgrundierung bestrichen.
Dann kam der Teil, der das Bild erst richtig zum Leben erweckt hat:
1. Abkleben: Der Rahmen wird geschützt, denn das Mosaik wird bereits im Rahmen verfugt.
2. Weißer Mörtel: Zuerst wird klassisch weiß verfugt.
3. Aquarell-Magie: Wenn der Mörtel leicht angetrocknet ist, werden die Fugen mit Aquarellfarben eingefärbt. Das gibt dem Kunstwerk einen unglaublich individuellen Look.
4. Pigmente: Für den Hintergrund habe ich den Mörtel direkt mit Farbpigmenten gemischt, um einen starken Kontrast zur Eule zu schaffen.

Der Blick in die Werkstatt-Zukunft
Diese Methode hat mich nachhaltig begeistert. Und hier schlägt mein „Laser-Herz“ direkt höher: Stellt euch vor, man würde die Glasstücke vorher mit dem Laser oder dem Sandstrahler bearbeiten! Feine Strukturen oder Muster in die einzelnen Glasplättchen gravieren und diese dann im Mosaik zusammensetzen... Die Möglichkeiten für Licht und Schatten wären endlos.Blog Mosaikbauschule














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