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Zwischen Leidenschaft und Sicherheit – mein täglicher Balanceakt

  • Autorenbild: CreaKauz
    CreaKauz
  • 17. Mai
  • 2 Min. Lesezeit
Bettina steht nachdenklich zwischen ihrer warm beleuchteten Glaswerkstatt und einer kühlen Laborumgebung – ein Bild über Balance zwischen Kreativität und Sicherheit.

Es gibt ein Thema, das in meinem Kopf immer wieder auftaucht. Ein Gedanke, der sich leise anschleicht, dann laut wird, dann wieder verschwindet – nur um kurz darauf erneut da zu sein: die Zeit. Oder besser gesagt: das Gefühl, nie genug davon zu haben.


Ich arbeite 80 % im Labor. Ein Job, der mir finanzielle Sicherheit gibt – und gleichzeitig unglaublich viel Zeit frisst. Zeit, die ich so gern in meiner Werkstatt verbringen würde. Zeit für Glas, für Mosaik, für Feuer, Farbe und Kreativität. Zeit für das, was mein Herz höherschlagen lässt.


Und genau da beginnt der innere Konflikt.


Mehr Werkstatt, weniger Labor – ein Traum mit Fragezeichen


Der Gedanke, meine Arbeitszeit im Labor zu reduzieren, ist verlockend. Mehr Raum für meine Leidenschaft, mehr Energie für meine Kurse, mehr Freiheit für CreaKauz.

Aber dann kommt sofort die nächste Frage: Wie finanziere ich das?


Ich brauche Sicherheit. Ich brauche das Gefühl, dass die Rechnungen bezahlt sind, dass ich nicht ins Leere springe. Und so beisst sich die Katze in den Schwanz:


  • Mehr Labor = Sicherheit, aber kaum Zeit für meine Werkstatt.

  • Mehr Werkstatt = Herz erfüllt, aber finanziell ein Risiko.


Und dann gibt es ja auch noch meinen Haushalt. Und meinen Partner. Beides braucht Zeit, Aufmerksamkeit, Präsenz. Ich kann mich nicht einfach zweiteilen.


„Dann starte ich halt nach der Pensionierung richtig durch“ – oder?


Manchmal denke ich: In fünf Jahren bin ich pensioniert. Dann habe ich Zeit. Dann lege ich richtig los.

Aber ehrlich gesagt fühlt sich dieser Gedanke nicht richtig an.


Wer weiss schon, wie es mir in fünf Jahren gesundheitlich geht.

Wer weiss, ob ich dann noch dieselbe Energie habe.

Wer weiss, ob das Leben nicht längst andere Pläne geschmiedet hat.


Ich bin überzeugt: Man sollte sein Leben im Jetzt leben. Nicht alles auf später verschieben.

Und trotzdem… da sind sie wieder, meine Bedenken. Meine Ängste. Die Stimme, die sagt: Spring nicht einfach ins kalte Wasser. Was, wenn es schiefgeht?


Zwischen Leidenschaft und Sicherheit – und irgendwo dazwischen ich

 

Ich bin hin- und hergerissen. Jeden Tag.

Zwischen Vernunft und Leidenschaft.

Zwischen Sicherheit und Freiheit.

Zwischen dem Wunsch, mutig zu sein – und der Angst, zu viel zu riskieren.


Vielleicht geht es dir ähnlich. Vielleicht kennst du dieses Gefühl, zwischen zwei Welten zu stehen.

Wenn ja: Dann weisst du, wie schwer es ist, eine Entscheidung zu treffen, die sich gleichzeitig richtig und falsch anfühlt.


Ich habe noch keine endgültige Antwort.

Aber ich weiss: Ich gehe Schritt für Schritt.

Ich höre auf mein Herz, ohne meinen Verstand auszuschalten.

Und ich versuche, mir selbst zu erlauben, mutig zu sein – in kleinen Portionen.


Vielleicht ist das der Anfang.

Vielleicht ist das genau der Weg.

 

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