Zwischen Glasbruch und Schneemassen: Ein Update zum Adelbodenprojekt
- CreaKauz

- 3. Mai
- 2 Min. Lesezeit
Es ist Anfang Mai, und während im Flachland der Frühling bereits alles im Griff hat, flüstert mir der Blick Richtung Berge etwas ganz anderes zu. Eigentlich war mein Plan für diesen Beitrag, euch heute die fertige Montage des Mosaiks unter der Bank in Adelboden zu zeigen. (wie Ihr im ersten Teil zu diesem Projekt lesen konntet) Doch wie das bei handgefertigten Unikaten oft so ist: Der Weg zum Ziel ist selten eine gerade Linie.

Das Mosaik wächst – Stein für Stein
In meiner Werkstatt in Seedorf wächst das Projekt stetig. Es ist eine meditative Arbeit, die viel Geduld erfordert. Jedes Glasstückchen muss seinen Platz finden, damit am Ende das Gesamtbild stimmt. Auch wenn ich die absolute Perfektion wohl nie ganz erreichen werde, ist mein Anspruch an das Projekt hoch. Ein echtes „Homemade“-Stück braucht eben seine Zeit – und die nehme ich mir, zwischen meinen 80 % im Labor und den unregelmässigen Arbeitszeiten.

Wenn der Winter nicht gehen will
In Adelboden sieht die Welt momentan noch etwas anders aus als auf meinem Arbeitstisch. Dort liegt noch so viel Schnee, dass an eine Montage unter der Sitzbank gar nicht zu denken ist. Die Natur hat ihren eigenen Rhythmus, und gegen die Schneemassen im Hochland komme ich mit meinem Kleber und Glasbruch nicht an. Wir müssen uns also noch ein wenig gedulden, bis die Sonne die Bank endgültig freigibt.
Technische Knacknüsse und die Sache mit den Flaschen
Neben dem Wetter beschäftigt mich noch eine technische Frage: Die Wahl der richtigen Trägerplatte. Bei Glaskunst im Aussenbereich gibt es keine Kompromisse – es muss frostfest und stabil sein. Ich bin hier noch in der Abklärungsphase, welches Material die beste Basis bietet. Ich bin hier noch in der Abklärungsphase, welches Material die beste Basis bietet – Wedi-Bauplatte oder doch eine Betonbrandschutzplatte? (Was meint ihr dazu?)

Und dann war da noch… der Flaschenauftrag. Ein Projekt, das mich zeitlich ziemlich beansprucht hat. Ich hatte ursprünglich die Idee, mein Logo mit dem xtool S1 auf die Flaschen zu gravieren, musste diesen Plan aber aus Zeitgründen erst einmal hintenanstellen. Die Laser-Arbeiten hebe ich mir für einen späteren Zeitpunkt auf, wenn wieder etwas mehr Ruhe eingekehrt ist. Manchmal muss man Prioritäten setzen, damit das Wesentliche nicht auf der Strecke bleibt.

Fazit: Das Projekt lebt, es wächst, und die Vorfreude steigt mit jedem geschmolzenen Zentimeter Schnee in den Bergen.
Danke, dass ihr mich auf dieser Reise begleitet!
Eure Bettina von CreaKauz


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