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Vom Keller in die Sonne: Unsere Mosaikverkleidung unter der Terrassenbank ist fertig!

Autorenbild: CreaKauz
CreaKauz
5. Sept.
3 Min. Lesezeit

Es ist geschafft! Nach der ersten Werkstatt-Etappe im letzten Herbst und dem winterlichen Zwischenstopp mit Schneemassen und offener Materialfrage könnt ihr es euch vielleicht schon denken: Das Mosaik unter der Sitzbank in Adelboden ist komplett fertig – montiert, verfugt, verputzt und die Bank steht wieder an ihrem Platz. Ein Projekt, das mich fast ein ganzes Jahr begleitet hat, ist damit abgeschlossen.


Zeit für den letzten Teil dieser kleinen Trilogie – mit allem, was dazugehört: Sonnenschein, Wetterumschwung, ein spontaner Umzug in den Keller und die eine oder andere ehrliche Lektion.


Fertig montierte Sitzbank mit bunter Mosaikverkleidung in Rot, Gelb, Blau und Grün an der Unterseite, auf einer Terrasse in Adelboden. Ein älterer Herr sitzt entspannt auf der Bank und schaut auf sein Handy, davor ein Gartentisch mit Stühlen und eine runde Feuerschale.

Die Materialfrage ist entschieden


Im letzten Beitrag hatte ich euch ja gefragt, was ihr für sinnvoller haltet: Wedi-Bauplatte oder Betonbrandschutzplatte? Wir haben uns schlussendlich für die Wediplatte entschieden, und zwar aus zwei Gründen:

  1. Gewicht. Im Gegensatz zur Brandschutzplatte lässt sich die Wediplatte deutlich leichter transportieren – kein unwichtiges Detail, wenn das Material erst noch den Weg in die Berge finden muss.

  2. Meine Knie. Kurz stand noch zur Debatte, das Mosaik direkt auf die Betonwand zu setzen. Das hätte aber bedeutet, direkt am Boden zu arbeiten – und das machen meine Knie schlicht nicht mehr mit. Auch als Mosaizistin muss man manchmal ehrlich mit sich selbst sein, was der eigene Körper leisten kann.


Ab in die Berge – bei bestem Wetter


Vollgepackt mit dem fertig auf Netz gelegten Mosaik, Werkzeug und Material ging es also los nach Adelboden. Wir hatten Glück: strahlender Sonnenschein, und wir kamen richtig gut voran. Die Wediplatten wurden auf Mass zugeschnitten, das Mosaik draufgeklebt, verfugt – fast lief es zu gut. Bei den hohen Temperaturen trocknete alles rasend schnell ab, sodass wir am Ende zwei von fünf Elementen montieren konnten. Die beiden waren zum Glück auch die unkompliziertesten: geklebt und zur Sicherheit noch mit Schrauben fixiert.



Wenn das Wetter nicht mitspielt


Dann kam der Wetterumschwung, und wir mussten umdisponieren. Kurzerhand zog unser Schaffensplatz in den Keller um – und genau hier zeigte sich, wie richtig die Entscheidung für die Wediplatte gewesen war. Der Umzug ging überraschend einfach, ganz ohne die Logistik-Sorgen, die uns eine schwere Brandschutzplatte beschert hätte.

Ein Element musste dabei noch "verlängert" werden: Die gekaufte Platte war 130 cm lang, gebraucht haben wir aber rund 140 cm. Die Lösung: eine Nut auf beiden Seiten der Platten einschneiden, aufeinanderlegen, verkleben – und genau wie die Kanten der einzelnen Wedi-Elemente mit Netz und Fliesenkleber verstärken und schützen. Die Kanten selbst hatten wir bereits vor dem Verlegen des Mosaiks entsprechend vorbereitet.



Wenn die Wand plötzlich keine Wand mehr ist


Das dritte fertige Element liess sich noch gut kleben. Danach wurde es anspruchsvoller: Es gab keine durchgehende Wand mehr als Auflagefläche, sondern nur noch die grünen Säulen. Unsere Klebepunkte waren ab da eine kleine Mischung aus Improvisation und Handwerk – die grünen Säulen selbst, ein an die Wand geschraubter Winkel, sowie Tischbeine bzw. Winkel, die wir am Boden und an der Wediplatte verklebt haben.


Bunte Mosaikverkleidung mit Kreismotiv in Rot, Gelb, Blau, Grün und Violett unter einer noch nicht montierten Holzbank auf einer Terrasse in Adelboden, im Hintergrund Chalets und grüne Berglandschaft.

Der Putz, die Knie und eine ehrliche Lektion


Da das Mosaik nicht die komplette Fläche abdeckte, habe ich mich entschieden, die Zwischenräume zu verputzen. Und hier kam die erste kleine Panne: Ich wollte keinen 25-kg-Sack kaufen, sondern nur eine kleine Menge – das war leider die einzig erhältliche Variante, und mir war beim Kauf auch nicht ganz klar, wie grob die Körnung tatsächlich ausfallen würde. Am Ende ist der Putz recht grob geworden. Eingefärbt mit etwas Schwarz ergab sich aber ein schöner Grauton, der einen tollen Kontrast zu den bunten Kreisen bildet.


Fürs Verputzen musste ich mich dann übrigens doch nochmal an den Boden begeben.


Person liegt auf dem Boden und verputzt eine bunte Mosaikverkleidung mit Kreismotiv unter einer Holzbank, mit Putz, Werkzeug und Handschuhen bei der Arbeit.

Was ich daraus gelernt habe: Beim nächsten Mal verputze ich zuerst die vorgesehenen Stellen und lege erst danach das Mosaik und die Fugen. Aktuell sieht man nämlich einen kleinen "Absatz" zwischen Mosaik und Putz – der Putz wirkt eher aufgesetzt, statt richtig mit dem Werk zu verschmelzen. Eine kleine Unschärfe, die mich aber nicht davon abhält, stolz auf das Ergebnis zu sein. Genau solche Learnings machen jedes Projekt am Ende wertvoller.



Mein Fazit


Dieses Projekt hat mega Spass gemacht, und ich würde sofort wieder ein ähnliches Aussenprojekt angehen – allerdings nur noch in Sitz- oder Stehhöhe. Selbst für meinen Mann, der keine Knieprobleme wie ich hat, war das Arbeiten am Boden eine echte Herausforderung. Man lernt eben nicht nur handwerklich dazu, sondern auch, auf den eigenen Körper zu hören.


Jetzt steht die Bank wieder an ihrem Platz – und Adelboden ist bereit für viele gemütliche Stunden mit Blick auf ein Stück handgemachte Farbe.


Wart ihr auch schon mal in der Situation, dass ein "kleines" Projekt euch am Ende körperlich mehr abverlangt hat, als ihr dachtet? Wie geht ihr damit um?


Danke, dass ihr mich auf dieser Reise begleitet habt!

Eure Bettina von CreaKauz

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